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Franz Ruzicka vor seinen Bildern in Rothenburg. Foto: Düll

Rückblick auf eine zu wenig beachtete Ausstellung des Malers Franz Ruzicka

Wenn der leere Raum erwacht

ROTHENBURG – Er ist kein Rothenburger Maler im eigentlichen Sinne. Dennoch gilt er Kunstliebhabern auch dieserorts schon lange als ein Begriff. Seit seinem hiesigen Debüt in eher privatem Rahmen Anfang der Neunzigerjahre zog es den Wahlmünchener Franz Ruzicka verschiedentlich in die Tauberstadt, dem Ort wo seine Schwester (Anneliese Strobl) lebte und wo seine Werke manche Wand zieren.

Lange schon haben seine Bilder (auch als Posterdrucke) über die Grenzen der Republik hinaus Beachtung gefunden. Seine dreitägige und diesmal leider nur moderat besuchte Ausstellung im Rathausgewölbe hätte viele Besucher verdient gehabt. Doch als Kulturstadt ist Rothenburg eben eine überaus unsichere Kantonistin.

Auf die Innovationskraft Franz Ruzickas lässt sich indes zählen. Jüngst hat der gebürtige Dachauer nicht nur seine Maltechnik verändert, sondern auch seine Ästhetik revolutioniert. An die Stelle der sinnlich-opulenten Komposition voll seelisch-geistiger Energie sind nun Werk-Zyklen von faszinierender Essentialität getreten.

Die Verwandtschaft zur fernöstlichen Bewegungskultur des Qigong ist nicht zufällig. Wie Energiewesen wirken die Bilder, scheinen die körperliche, natürliche Erscheinung in einen entfesselten metaphysischen Zustand zu überführen. Dabei wendet Ruzicka eine spezielle Technik an: Mit einem heißen Bügeleisen trägt er Wachsfarbpigmente auf eine Art Foto-Papier auf. So entstehen transparent-brillante Farbwirkungen und eine großartige, erhabene, unmittelbar berührende Kunst.

Geradezu weise wirkt es, wie der Maler die zen-hafte Ruhe und Reduktion mit fesselnder Spontaneität und Bewegung verbindet. Es sind Abbildungen befreiter Energie, die wie aus dem Nichts zu quellen scheint, die sich in Farben formt.
„In der Einfachheit kann man die Grenzenlosigkeit spüren“, sagt Franz Ruzicka. „Sobald das heiße Wachs den Karton berührt, erwacht der leere Raum, und ich verschmelze zu einem Teil des Bildes“. Manche Gemälde entstehen sozusagen in einem Atemzug.

Seine „enkaustischen“ Bilder sind ein heilsamer Gegenentwurf zu unserer Zeit. Reduktion, Besinnung, Wahrheit, konstruktive Kraft – nichts hat die Welt nötiger!

hd, 22.05.2009


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